Römischer Garten
Grundsätzlich waren im alten Rom die Gärten in zwei Kategorien unterteilt: Nutzgärten (für Gemüse und Obst) und Lustgärten. Diese Lustgärten waren jene Anlagen, die sich um die Luxus-Villen der privilegierten Gesellschaftsschichten erstreckten („Villae Urbanae“), und stellen jenen Gartentyp dar, mit dem wir uns in diesem Zusammenhang näher befassen wollen.
Charakteristik Römischer Gärten
Diese wunderschönen Anlagen waren oft mit zu Figuren zugeschnittenen Bäumen und Sträuchern versehen, mit in Stein gefassten Fischteichen und einem architektonisch angelegten Bassin mit Wasserspielen ausgestattet, in dessen Nähe sich Sitzplätze und ein Gartenhäuschen zum Betrachten der Schmuckvögel befanden. Auch Pergolen, erhöht angelegte Zierbrunnen sowie geschickt inszenierte künstliche Wasserfälle waren damals schon beliebte Gestaltungselemente.
Kleine und größere Gartenskulpturen zierten zahlreiche Lustgärten. Diese waren meistens aus weißem Marmor gefertigt, gelegentlich wurden auch Bronze oder Buntmarmor als Materialien verwendet. Hellenistische Sujets waren in vielen Gartenskulpturen erkennbar, jedoch war auch der Einfluss der griechischen Plastik aus archaischer Zeit auf die römischen Werke sehr deutlich.
Bepflanzung Römischer Gärten
Die formal angelegten Gärten, die von lateinischen Autoren immer wieder erwähnt wurden, enthielten häufig folgende Bepflanzungen: Efeu, Buchsbaum, Akanthus, Myrte, Lorbeer und Rosmarin. Die Gärten waren zunächst mit immergrünen Gewächsen bepflanzt, die je nach Saison um gewisse Blumen ergänzt wurden. Zu den je nach Jahreszeit wechselnden Blumen zählten hauptsächlich die weiße Myrte, der weiße Schneeball, die grün-gelben Blüten des Efeus, die Madonnenlilie sowie Chrysanthemen. Für zusätzlich farbige Akzente sorgten die Rose, das Veilchen und der Mohn.
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Wir freuen uns darauf, mit Ihnen ein Stück antiker Garten-Geschichte einer exklusiven „Villa Urbana“ aus den Tagen des alten Rom wieder zu erschaffen!